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Wahnsinn frisst Alltag.
Alltag frisst Wahnsinn.

Christoph Wesemann

Foto: Christoph Wesemann

Jahrgang 1978, lebt seit Juni 2008 als freier Journalist in Odessa, Ukraine, und hofft aus ästhetischen Gründen, von Vergiftungen verschont zu bleiben, obwohl sich ein Anschlag – siehe Staatspräsident Wiktor Juschtschenko – gut für die Biografie machen würde. Geboren (und vermutlich auch gezeugt) wurde er in der Metropole Magdeburg. Mit drei Jahren verpflanzten ihn seine Eltern allerdings in die Provinz: Kindheit und Sandkastenliebe, Jugend, Bartwuchs und Liebesschwüre, erste Schreibversuche, Abitur und Zivildienst – alles geschah in Gardelegen, einer selbsternannten Perle der Altmark. Nach 16 Jahren wagte er den Aufbruch in die Welt und kam bis Potsdam, um Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Jüdische Studien zu studieren. Nach dem Volontariat bei der Schweriner Volkszeitung schlug er das Angebot aus, Lokalreporter zu werden und mindestens noch einmal 16 Jahre in der Provinz zu verbringen. Nun also Odessa, wieder eine selbsternannte Perle, eine Schwarzmeerperle, um genau zu sein.

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