Pünktlich zum frühlingshaften Wetter und dem Sonnenschein, der neuerdings wieder durch unsere putzbedürftigen Fenster fällt, ist das Thema Staub und dessen Entsorgung aktueller denn je.
(Dies, meine Damen und Herren, ist ein Paradebeispiel, wie man einer Kolumne, die seit Wochen unfertig auf der Festplatte dümpelt, durch einen geschickt vorangestellten Satz den Anschein der Aktualität verleiht. Lesen Sie, lernen Sie!)
Sie finden staubsaugen lästig? Die Wörter »Staubsauger« und »Spaß« haben Sie noch nie sinnvoll in einen Satz integriert? Wenn es irgendwie möglich wäre, würden Sie gerne eine sogenannte »Perle« mit dieser Aufgabe betrauen? Bevor Sie dafür Geld zum Fenster hinauswerfen, atmen Sie auf: Ihnen kann geholfen werden.
Erster Schritt: Selbsterkenntnis. Sie machen es offenbar nicht richtig. Ja, ich weiß schon, es bedarf keines großen Geistes, das Gerät zu bedienen und die Wohnung von Staub und Dreck zu befreien. Auch handwerkliches Geschick oder herausragende Fingerfertigkeit ist nicht vonnöten. Niemand hat schließlich je von einer Staubsaug-Akademie gehört oder jemanden getroffen, der sich als Saug-Azubi im 3. Lehrjahr bezeichnet hätte.
Trotzdem gibt es viele hilfreiche Tipps, die ich Ihnen hier ganz exklusiv ans Herz legen kann, damit das Staubsaugen auch für Sie eine befriedigende, erfüllende und abwechselnd meditative oder orgiastische Erfahrung wird.
Das A und O des glückvollen Saugerlebnisses ist die schlichte Masse an einsaugfähigem Material. Wer dreimal täglich das Saugrohr durch die Wohnung führt, gibt dem Dreck keine Chance sich zu entwickeln. Er wird niemals das befriedigende PFLOPP vernehmen, mit dem große Staubflusenanballungen im Rohr verschwinden. So wie ein Töpfer, der am Ende eines Arbeitstages das von seinen eigenen Händen geschaffene Werk in den Händen hält, so verschafft auch dem wahrlich Dreckaufsaugenden die Arbeit eine Befriedigung, die heutzutage den wenigsten von uns im Berufsleben zuteil wird. Was ist das virtuelle Bilanzenverschieben oder das ermüdende Kundengespräch gegen das direkt erfahrbare Gefühl, wenn die Haarklumpen einem zwischen den Fingern durch das Rohr geblasen werden. Sorge dich nicht, sauge!
Für das optimale und erfüllende Ergebnis beherzigen Sie folgende Ratschläge:
Diese Kurzanleitung muss fürs erste reichen. Auch mit diesen wenigen Ratschlägen sollte es Ihnen bald schon möglich sein, sich als Da Vinci der Staubentfernung zu fühlen, als Botticelli der Bodenbeläge.
Demnächst an dieser Stelle mehr zu den Themen »Schimmelentwicklung auf ungespültem Geschirr – mehr Mut zur Farbe« und »Nie mehr Fensterputzen – Fotografie als Hobby« (Stichwort Dunkelkammer, Sie verstehen.)
Und jetzt muss ich doch mal sehen, ob ich die Katze wiederfinde. Irgendwo zwischen den Fellbüscheln in der hinteren Wohnzimmerecke habe ich vor Tagen ein Miauen gehört ... Kooomm, Kitty Kitty ...
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