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10.03.09

Raymund Krauleidis

Werbung wirkt!

Die Welt ertrinkt in Problemen. Und nun kommt ein weiteres hinzu ...

»Fernsehwerbung für Alkohol verführt zum Trinken.«. Dies ist die erstaunliche Erkenntnis einer wissenschaftlichen Studie der Universität Nijmegen. 80 Studenten wurden hierbei unterschiedliche Fernsehprogramme vorgeführt, wobei diejenigen, die den Film »Barfly« mit Mickey Rourke zu sehen bekamen am häufigsten zum Glas griffen – dicht gefolgt von der Testgruppe, welche schlecht gemachte Bierwerbung über sich ergehen lassen musste. Am wenigsten Alkohol getrunken wurde hingegen bei »Deutschland sucht den Superstar«. Die Probanden schliefen entweder nach wenigen Minuten ein oder verbrachten einen Großteil des Abends auf der Toilette.

Der Deutsche Marketing-Verband steht vor einem Rätsel. »Wie konnte es passieren, dass Werbung wirkt?«, so ein Sprecher der Dachorganisation, »Wir haben das doch bislang nur zum Spaß gemacht!«. Auch der Chef des Müsliherstellers Seitenbacher, bekannt für innovative Radiowerbung, erwägt einen Rückzug aus der Werbung, sollte sich herausstellen, dass sich seine Spots tatsächlich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken sollten. »Das habe ich nicht gewollt«, gibt er kleinlaut zu.

Die Manipulation durch Medien konnte unlängst auch von Wissenschaftern der Universität Paderborn nachgewiesen werden. 200 männlichen Probanden wurde dabei ein Film aus der frühen Schaffensphase von Michaela Schaffrath (damals noch Gina Wild) gezeigt, während 200 weitere Testpersonen mit einem arte-Beitrag über das Lebenswerk von Alice Schwarzer vorlieb nehmen mussten. Das erschütternde Ergebnis: Die sexuelle Stimulation der Probanden, welche Gina Wild zu sehen bekamen war um das Neuzigfache höher als die der Gegengruppe!

»Das ist äußerst besorgniserregend«, fasst ein ranghohes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) die prekäre Lage zusammen. In einer kurzfristig anberaumten Sondersitzung wird sich nun auch die Bundesregierung mit dem Thema auseinandersetzen. Als sicher gilt, dass die Politiker mit gutem Beispiel vorangehen, und sich mit großer Mehrheit für ein Verbot von Wahlwerbesendungen aussprechen werden. »Wir wollen schließlich niemanden beeinflussen«, verriet Angela Merkel am Abend.

Ob man Werbung grundsätzlich verbieten wolle, oder gar die komplette Abschaffung sämtlicher Medien plane, ließ die Kanzlerin indes noch offen.

Bis zur Verkündung der Beschlüsse ziehen sich die Autoren von kolumnen.de auf ein frisch gezapftes Pils zurück. Und falls wir Sie mit diesem Satz jetzt tatsächlich auf dumme Gedanken gebracht haben sollten, so ist uns das offen gestanden ziemlich egal! Sie sind schließlich alt genug ...

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Raymunds Nachname Krauleidis birgt schon das erste Missverständnis in sich: Er ist nämlich nicht – wie viele vermuten – griechischen Ursprungs, sondern kommt aus Litauen und bedeutet soviel wie »Aderlasser«. Potenzielles Missverständnis Nummer zwei: Trotz dieses Omens [..]

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