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Wahnsinn frisst Alltag.
Alltag frisst Wahnsinn.

Dominik Baur

Foto: Dominik Baur

Er wurde um 21.45 Uhr am rechten Ufer der Isar – also quasi mitten in Manhattan – geboren, wußte schon früh, was seine Berufung war, folgte ihr freilich nicht, stieg statt dessen aus der S-Bahn und endete auf dem Boulevard. Zuvor hatte er sich noch auf die Reise zum Regenbogen gemacht, sein Weg führte ihn unter anderem über London, Tokio, Berlin und an der Kirche in Oberpframmern vorbei. Seine feste Überzeugung: In 50 Jahren sind wir alle entweder Chinesen oder Frauen. Las nicht umsonst Astrid Lindgren, Max Frisch und Lena Christ, gab sich aber in einer lauen Sommernacht mal als Slartibartfast, mal als Sir Quickly aus, was sein Leben für immer verändern sollte. Der wichtigste Tag in selbigem war nicht derjenige, an welchem er seine 500. Scheibe Vinyl ins Ivar-Regal räumte, sondern im Juli. Streichelt gerne Leoparden.

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