
Magdi Aboul-Kheir hat am gleichen Tag Geburtstag wie Martin Walser, Steve McQueen, Fatty Arbuckle und die Kremers-Zwillinge. Zum Glück ist er etwas jünger (Jahrgang 1967), beziehungsweise lebt er noch.
Er besteht drauf, einen schönen deutschen Namen zu tragen, und besitzt die deutsche Muttersprache. Zollbeamte und Passkontrolleure glauben ihm das regelmäßig nicht. Sein Briefträger glaubt ihm nicht einmal, dass er ein Mann ist. Zu oft ist die Post an »Frau Magdi« adressiert.
Nach einem beschämend unoriginellen Anfang (Kindheit, Pubertät, etc.) machte er ebenso unoriginell weiter: Er trieb sich in München so lange an geisteswissenschaftlichen Instituten herum, bis man ihm ein Magister-Zeugnis gab.
Nach seinem Studium beschäftigte er sich mit Psychosomatik, Filmmusik und zwischenmenschlicher Kompatibilität, doch das führte alles zu nichts.
Heute lebt er in Ulm und ist Journalist. Das führt zwar auch zu nichts, aber immerhin.
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