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Einkaufswagenrallye

14.3.

Kolumne von Barbara Arnold

[..] Ich gehe los, um irgend eine kleine Sache zu holen, zum Beispiel ein Glas Nutella, und lasse den Wagen stehen. Als ich zurück komme, ist er weg. Das heißt, so ganz sicher bin ich mir gar nicht, dass er weg ist. Meistens habe ich nur vergessen, wo ich ihn habe stehen lassen. War es bei den Kartoffeln? Oder in der Nähe der Eier? Tief in Gedanken versuche ich zu rekonstruieren, was ich als letztes in den Wagen gelegt habe. War es das Toastbrot? Oder die Milch? Warum ist mir genau an dieser Stelle das Nutella eingefallen, obwohl ich gerade auf Höhe des Gemüses war?

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Die Bindenbrusse unter Kannibalen: Panierter Sepp und ertrunkener Knacker

7.3.

Kolumne von Magdi Aboul-Kheir

Essen, so spricht der Philosoph, hält Leib und Seele zusammen. Was uns der Philosoph immer noch nicht verraten hat: Was eine Bindenbrusse überhaupt ist – und was mit uns passiert, wenn wir in Griechenland »Grunes Blahgemuse« verzehren. Ist das Blahgemüse gesprächig oder sorgt es für Flatulenzen? Im letzteren Fall könnte man zuvor auch noch eine ungarische »Suppe Böller« löffeln, die sorgt garantiert für den richtigen Knalleffekt.

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Ack, ack, wack, sagte ein Marsmensch namens Pedersen

4.3.

Kolumne von Magdi Aboul-Kheir

Man muss im Leben nicht alles wissen und können, aber für die Lücken und das Versagen sollte man immer gute Ausreden haben. Oder zumindest eine gute Geschichte auf Lager. Ich bin zum Beispiel eine große Fremdsprachenpflaume.

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Air Berlin, der letzte Versuch – eine Flughafen-Odyssee

2.3.

Kolumne von Bastian Kruse

Ich hätte wissen müssen, dass diese meine Reise unter keinem guten Stern steht. Ich hätte schlauer sein müssen. Denn: Schon das Buchen des letzten Fluges mit der Air Berlin war ein kleines Abenteuer. Trotzdem habe ich mich dazu hinreißen lassen, noch mal mit der schicken roten Airline zu fliegen. Diesmal nach Stuttgart. Abflug: 9:35 Uhr.

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Ende einer Dienstfahrt

2.3.

Kolumne von Axel Scherm

Carpe Diem, dachte ich bei mir, als ich abends nach einstündigem Regionalbahn-Geschaukel und zweistündiger ICE-Raserei endlich in der S-Bahn saß und mein Tagebuch auspackte, um die Ereignisse des Tages zu notieren. In der Sitzbank über dem Gang saß eine Frau, die etwas verstört um sich blickte und schließlich eine andere Frau daraufhin ansprach, dass sie den Kerl, der da andauernd durch den Zug hastete, ziemlich angsteinflößend finde.

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Ab die Post

24.2.

Kolumne von Axel Scherm

Nennt mich pervers, aber ich liebe es, in unserer Postfiliale in der Warteschlange zu stehen. Diese kleine, abartige Neigung geht manchmal sogar soweit, dass ich mich dann, wenn ich an der Post vorbeikomme und durchs Fenster eine ausreichend lange Schlange erkennen kann, hinein gehe, mich am Ende der Schlange, sozusagen am Schlangenarsch anstelle, um dann, wenn derjenige vor mir an der Reihe ist, so zu tun, als hätte ich etwas vergessen und wieder verschwinde.

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Schlagergestampfe bei der Air Berlin

22.2.

Kolumne von Bastian Kruse

Akutes Fernweh. Kennen Sie das? Sie sitzen irgendwo, auf einer Parkbank, im Theater, bei der Maniküre, auf Klo, in einem Sexkino – und Sie wollen auf einmal weg? Ja? Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie hätten Geld zur Verfügung. Unendlich viel Geld. Und stellen Sie sich außerdem vor (jetzt wird es erst richtig unrealistisch!), die Piloten würden gerade nicht streiken.

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Roadkill ja – Rückspiegel nein?

19.2.

Kolumne von Matthias Penzel

Debatten im Feuilleton bewegen die Mehrheit der Zeitungsleser in etwa so sehr, so sehr wenig wie Unregelmäßigkeiten im nächstgelegenen Tierpark. Anders als beispielsweise nach Jahren aufgedeckte Sex-Skandale in Schulen tangiert es die meisten, auch die meisten Medien- und Meinungsmacher eher wenig, was im Kulturschutzgebiet der Hochkultur so debattiert wird. So wie Schwankungen des Saturn-Magnetfeldes bewegt es eigentlich eine Minderheit. Wenn nun eine Debatte aus dem Feuilleton bis in die Boulevardpresse überschwappt, wenn eine 17-Jährige wie zum Oberlehrer bei Harald Schmidt antanzen muss, dann hat das eine andere Dimension.

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Ost-Berlin, 1979 – das Ende der Welt (eine wahre Geschichte)

19.2.

Kolumne von Guido Heyn

Als ich zehn war, wurde mir das Herz zum zweiten Mal gebrochen: Meine herzallerliebste Claudia war weg. Einfach so, von heute auf morgen, ohne Vorwarnung, ohne Verabschiedung.

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